Archiv für September 2011

Wutbürger: jetzt auch in Zittau!

Jemand in Zittau scheint wütend auf die Kunstindustrie zu sein und nutzt die Gelegenheit und Öffentlichkeit der erfolgreichen Ausstellung Robur2 dies, mit den gewaltigen Worten Richard Wagners zu verkünden. Dieses Zitat mit einer entsprechenden Erwiderung findet sich seit kurzem an den Fenstern und der Fassade des Schweizer Bazar in der Inneren Weberstraße.
Das ist OK. Wirklich! Es gibt diese Kunstindustrie. Es gibt Ausbeuter in Galerien und anmaßende Kuratoren. Es gibt Selbstausbeutung und grenzenlose Selbstinszenierung unter den Künstlern. Es gibt vollkommen abgehobene Preise für unbedeutende Kunstwerke. Und es gibt Werke die, noch nicht einmal gemalt, zu horenden Preisen verkauft werden. Aber, und jetzt kommts, wir sind hier nicht in Berlin, London oder Tokyo sondern in Zittau. Ich möchte behaupten, dass alle Künstler, die an der Ausstellung teilgenommen haben oder in der Oberlausitz tätig sind nach wie vor ihr Herzblut und ihre Kreativität in ihre Werke fließen lassen und davon, sofern freischaffend, nur mehr schlecht als recht leben können. Ebenso ergeht es den Veranstaltern, die Monate der Vorbereitung und des Schweisses in solch ein Ereignis investieren. Natürlich ist Kunst teilweise auch Unterhaltung. Das ist Absicht. Sie bereichert das Leben, sie öffnet die Sicht, sie erschließt neue Räume.

Fazit Robur2

Wir, Veranstalter Hillersche Villa und Organisator Steffen Tempel, freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unsere Veranstaltung „Robur 2 – ein künstlerisch soziokultureller Dialog“ ein voller Erfolg war.

Hohe Zuschauerresonanz

Knapp über 1000 Besucher waren vom 16.-18. September in den Räumen des ehemaligen Kaufhauses Messow zu Gast. Über 40 Künstler aus der Region, aber auch von weit her stellten ihre Werke zum Thema Robur, Arbeit und deren Vergänglichkeit“ aus. Installationen, Skulpturen, Fotografien, Gemälde oder auch Filme waren zu sehen.

Auch im Rahmenprogramm gab es viele Höhepunkte. Zum Auftakt am Freitag spielte u.a. das Post modern Orchestra und sorgte für wackelnde Wände im alten Gemäuer. Das Matthias Rethberg Trio war sicherlich eines der musikalischen Highlights am Samstagabend und erfreute nicht nur Jazz-Freunde. Der Veranstaltungssaal war oft proppenvoll und Besucher aller Generationen drängten sich um die Bühnenfläche.

Aber auch viele Performances gab es zu bestaunen, u.a. die Dresdner Lichtkünstlerin Claudia Reh, der Live Performer Lan Hungh, das „Dada“ Programm von Armin Pietsch sowie der „FreiraumGeist“. Am Sonntag wurde auch noch Theater gespielt, die Theatergruppe „Rampenlichter“ der Schkola führte ihr Stück „Chatroom – Selbstmord im Internet“ auf. Ziemlich müde, aber sichtlich zufrieden war Organisator Steffen Tempel ob des hohen Zuspruchs seitens der vielen Besucher. Viele fühlten eine Atmosphäre welche sonst nur in der Dresdner Neustadt oder in Berliner Szenevierteln zu spüren gibt.

Wie geht es weiter
Die Belebung des Hauses und der große Zuspruch, auch vieler junger Menschen der Region bestärkt nur das Vorhaben, den Schweizer Basar auch weiterhin zu nutzen. Der Verein FreiRaum e.V. Zittau kam mit dem Besitzer überein, dass das Haus als Wächterhaus genutzt werden kann – diese Neuigkeit wurde am Samstag unter großen Applaus verkündet. Das Haus soll von nun an als Wächterhaus fungieren und Künstlern der Region als Arbeitsort zur Verfügung stehen. Aber auch andere Nutzungen, z.B. als Arbeits- und Büroräume für Studenten und Vereine sind denkbar. Interessenten können sich sehr gern beim Verein melden (Kontakt unter: www.freiraumzittau.blogsport.de). Doch nicht nur Nutzer sind angesprochen, auch alle anderen engagierten Menschen der Region die sich gesellschaftlich engagieren möchten. Als erstes stehen Sanierungsarbeiten an, bei denen der Verein auch auf die Unterstützung lokaler Handwerksfirmen angewiesen ist. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Kontakt:
www.freiraumzittau.blogsport.de

freiraumzittau[at]gmx[punkt]de


Foto: Heiko Fehrmann

es ist vorbei

Robur II war ein voller Erfolg. Die Ausstellung ist trotz der kurzen Vorlaufzeit von drei Monaten sehr vielfältig geworden. Bald gibts hier Bilder und Videos und ein Fazit der Ausstellung. Aber, jetzt müssen sich die Veranstalter kurz erholen.

Also habt ein bisschen Geduld.


Perfomance von Lan Hungh in der Installatin von E. Binas und S. Tempel
Bild: Sebastian Klemm

noch sechs Stunden…

auch der gestrige Tag war ein schöner Erfolg, wieder ging es musikalisch zu Gantenbein, Anne Freiberg & Band und das Matthias Rethberg Trio spielten in unserem sehr gut gefüllten Saal. Auch die vielen kleinen Performances fanden viele Zuschauer – schwarze Säcke robbten durch die Straßen von Zittau, es wurde Dada geredet und Polyluxe setzten die Innenarchitektur in ein neues Licht.
Heute gibt es noch Theater und ein Abschlusskonzert – bis später.

dada-neu

Es fühlt sich gut an…

In die ehemals kühlen, leeren Räume Räume ist nun Wärme und Leben eingezogen. Unser Veranstaltungssaal war zu den ersten beiden Konzerten proppevoll, dank Anne Haight und dem Post modern orcestra.
Und auch heute waren schon wieder viele ZittauerInnen bei uns zu Gast – wir freuen uns auf Ihren Besuch – bis morgen abend haben wir noch geöffnet.
beim Konzert